Freitag, 18.05.2012

RING-STARS

Galerie von Barbara

Galerie von Bianca

CYSALION Trailer 2010

FANTASYDAYS® Credits 2010

Übersetzung

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Bianca Schütte

1. Welche Rolle hast Du bei den RING-STARS?
Jahr: 2005 / Titel: THE UNLEASHED TALES/ Art: Rock-Musical / Rolle: Elrond aus "Der Herr der Ringe".
Jahr: 2006 / Titel: THRILL RIDE / Art: Musical / Rolle: Elrond aus "Der Herr der Ringe".

Ich verkörpere Elrond, den Herrn von Bruchtal. Nun, warum verkörpere ich ihn? Eine sehr witzige Sache, denn eigentlich war ich zu Anfang eher Aragorn-Fan gewesen, doch man sprach mich wegen meiner blassen Statur und meiner schwarzen Haaren mal drauf an, ob ich mir nicht vorstellen könnte bei den RING-STARS Elrond zu verkörpern. Ich habe es auf einen Versuch ankommen lassen, und als dann alle Daumen hoch gingen fing ich an mich in diese Rolle rein zu steigern. Denn oft scheint Elrond in seiner Art kühl zu wirken, aber bedenkt man welche Zeitspanne er erlebte und mit welchen Hindernissen er lebte, versteht man doch seine Stärke und seine Sorge um seine Tochter. Und dies beziehe ich auch auf mein richtiges Leben, denn ich bin in einer siebenköpfigen Familie groß geworden und musste, wie Elrond, schnell lernen, früher erwachsen zu werden als andere Kinder in meinen Alter einst. Es verbindet uns öfters eine Parallele zu einander.

2. Würdest Du gerne einen anderen Charakter verkörpern?
Hm, das ist eine sehr schwere Frage! Würde ich gerne einen anderen Charakter verkörpern? Nein, ich muss gestehen, dass ich es gewohnt bin von meinen Freunden auf der Ring*Con als Elrond angesprochen zu werden und würde um keines Willen tauschen wollen, denn als kleiner Wicht, wie ich es mit 1,65 Meter bin, ist man schon froh genug, dass man Elrond dennoch spielen darf.

3. Wie bist Du zu den RING-STARS gekommen?
Ich muss zugeben, da muss ich mich bei meiner allerbesten Freundin Martina (Kankra) und Kira (Nazgûl) bedanken, denn sie brachten mich zu den RING-STARS. Martina hatte durch Marc erfahren, dass sie einen Elrond suchten und noch keinen hatten und ich danke ihr aus tiefstem Herzen, dass sie da an mich dachte, denn sie weiß wie sehr ich die Bühne liebe.

4. Inwiefern hast Du Einfluss auf die Entwicklung Deines Charakters und des Musicals?
Also, Einfluss auf meinen Charakter, so denke ich mal, ist es zu 70 % Elrond. Etwas verändern kann man nicht wirklich, da der Mann nicht viel an Veränderungen nötig hat. Aber zu den Verbindungen des Musicals muss ich den zugeben, wenn die Charaktere in Szenen in Verbindung stehen, sehr eng miteinander als Team zusammen arbeiten. Denn es muss auch im Herzen stimmen und dann, wenn man von allen her weiß, dass bei den Proben ein tobender Applaus von den anderen kommt, dass man als Team, wie auch als einzelne Person, in dem Team gut gearbeitet hat.

5. Gibt es Parallelen zwischen Dir und dem Charakter, den Du verkörperst?
Es gibt viele Dinge, die ich mit Elrond vergleiche, was in meinem Leben mit ihm in Bezug steht und ich muss sagen, einiges erschaudert mich doch. Elrond ist ein strenger Mann, der alles immer mit gemischten Gefühlen sieht und dabei immer versucht in die Zukunft voraus zu sehen. Er denkt nur an das Gute und versucht es mit Einsatz seiner ganzen Seele zu retten oder mit seinem Leben zu schützen. Meist jedoch überschätzt er seine Sicherheit und verliert die Kontrolle, aus der er aber doch wieder heraus kommt. In meinem Leben ist es nicht ganz anders. Ich denke immer gern voraus und bin in vielen Dingen, die ich tue, sehr, sehr kritisch und hart zu mir selbst. Ich bin ein Perfektionist und doch habe ich meist bei vielen Dingen eine Unsicherheit, dass ich meist übertrieben reagiere, um sicher zu gehen, dass es auch ja gut geht. Ich lache selten, da ich oft nachdenke über Dinge, die mich beschäftigen, doch wenn, dann ist es ein Lachen, das aus dem Herzen kommt.

6. Was bedeutet es Dir ein Teil der RING-STARS zu sein?
Es bedeutet, zu einer sehr herzlichen Familie von einem Freundeskreis zu gehören, den ich selber noch nie in meinem Leben so in der Größe hatte. Man macht untereinander viele Höhen und Tiefen in seinem Leben durch und dann ist man froh, wenn es jemanden gibt, der einem helfen kann. Und unter uns kann man oft mal sagen, komm ich brauch' ein Ohr, würdest du mir zuhören? Es ist, wie soll man es sagen, es ist eben wie eine Gemeinschaft,wie man sie nie zuvor kannte, zumal ich nicht. Ich habe eine große Familie, die wie ich, Herr der Ringe lieben und es lieben, wenn sie auf der Bühne stehen. Wenn der tosende Applaus kommt und man sieht wie die Augen der Fans strahlen, weiß man warum man es macht und warum man eigentlich dabei ist. Man ist es aus dem Herzen heraus, einer Leidenschaft von Fans für Fans etwas zu geben und ihnen eine bleibende Erinnerung zu schenken. Wenn sie nach Hause fahren und sagen, RING-STARS gehören zur Ring*Con und sich an uns erinnern.

7. Wie viel Zeit investierst Du in dieses Projekt?
Ich investiere persönlich jetzt sehr viel Zeit. Denn für mich sind die Proben wichtig, um mich auf meine Rolle genau vorzubereiten, aber es ist für mich auch ein Wochenende, wo ich Freunde wiedersehe, man Erfahrungen und Erlebnisse austauschen kann und mal wieder unter Leuten ist, um vom Glanz des Alltages abzuschalten. Es steckt viel Arbeit drin, die wir gern einsetzen. Meiner Chefin bin ich immer sehr dankbar, dass sie meine Zeit so einteilt und zu mir sagt: "O.k. das geht klar. Fahr zu den Proben, aber wehe auf der Ring*Con bekomme ich keine DVD als Beweis!" Ich tue es gern, weil, na wie kann man sagen, es ist für mich in dem Sinne wichtig, endlich mal raus zu kommen, da ich sonst eigentlich wenig Kontakt zu anderen Mitmenschen habe. Als ein paar begeisterte Fans mit strahlenden Gesichtern und Glänzen in den Augenauf auf mich zukamen, war es im ersten Moment schon etwas komisch. Es ist eine Erfahrung, dass du dir denkst, was ist denn nun los. Du warst doch nur auf der Bühne und hattest nur eine kleine Rolle, aber wenn man sich dann selbst mal die DVDs ansieht und sich das mal von der Fan-Perspektive anschaut, denkt man nur, o.k., das ist wirklich einzigartig. Ich habe selbst, obwohl ich wusste was kommt, oft vor der DVD gesessen und geweint. Und das soll schon was heißen, denn ich weine nicht bei jedem Film. Aber es stecken viel Fleiß und Arbeit drin, dass du mit Stolz nach der Bühnenshow einfach da stehst. Man kann sagen, man ist unbewusst in nur einer Nacht zum "Star" geworden. Und zwar zum RING-STAR.

8. Was treibst Du so im wirklichen Leben?
Wenn ich die Rolle von Elrond wegräume, bin ich eine Frau mit den normalen Problemen wie jeder andere. Ich bin das jüngste Glied von 5 Geschwistern, lebe in einer eigenen Wohnung und habe vier Katzen. Es ist nicht einfach, erwachsen zu werden, sagte man mir und ich muss dem leider zustimmen, dass dem wahrlich so ist, denn ohne Einsatz bekommt man nichts. Aber ich nehme mir abends im Internet, die Zeit vom Alltag abzuschalten. Und wenn ich die Zeit und Laune habe, bin ich auf Live-Rollenspielen, zwar nicht als Elrond, aber als Lichtelb unterwegs. Ich singe gern zu Hause, wenn ich weiß, dass niemand gestört wird und zeichne auch gern. Ich mache Sport um fit zu bleiben und gestalte meine Gewänder selbst.

9. Gibt es irgendwelche Geheimnisse, die Du hier verraten möchtest?
Ich muss ehrlich zugeben *flüstert* als ich zum ersten Mal auf die Bühne trat, in der Szene als ich zu Frodo ging, bin ich fast auf meine Schleppe vor Schock getreten, da mir nie bewusst war, wie viele doch auf der Ring*Con rum rennen und nun da saßen. Aber man sah es zum Glück nicht. Gut, ich gebe es zu. Als wir das Finale hatten, weinte ich auf der Bühne vor Berührung, als ich sah wie sie aufstanden und war froh. Es riss einen förmlich einfach mit, das Fans ausrasten mit Beifall und Jubel, gibt es doch gar nicht. Also, ich muss ja zugeben, ich habe eigentlich erwartet, dass wenn ich raus komme, dass Tomaten fliegen. Ich bin es so nicht gewöhnt, dass mir viele auf der Ring*Con entgegen kamen und sagten, darf ich mal ein Bild machen. Zusammengefasst, es war zu 90 % Spaß und zu 10 % Stress dabei und es ist wirklich prima, dass ihr uns so hoch lobt, denn man kennt es ja aus allen Medien, ohne euch würde es uns wohl nicht geben.

10. Was wolltest Du schon immer mal loswerden? Die berühmten letzten Worte?
Ich danke euch allen dort draußen, dass ihr uns so lobt und zu uns feiernd haltet. Ihr seid es, denen wir danken, denn so lange es euch gibt, gibt es uns und auch die RING-STARS.

Stand 2006